Schritt 1: Definieren Sie Ihre Geschäfts- und Produktstrategie
Bevor Sie einen Hersteller kontaktieren, sollten Sie sich intern über die folgenden Punkte abstimmen. Westliche Käufer beginnen in der Regel mit der Strategie, nicht mit den Fabriken.
1. Zielmarktpositionierung
Klären Sie, wo Ihr Produkt positioniert ist:
Premium / Medizinische Qualität (Krankenhäuser, Stillberaterinnen, Versicherungskanäle)
Mittleres Preissegment / Massenmarkt (Einzelhandelsketten, E-Commerce)
Wertorientiert / Einstiegssegment (Schwellenländer oder Eigenmarkenprogramme)
Jede Positionierung bestimmt die akzeptable Preisgestaltung, das Zertifizierungsniveau und den Lieferantentyp.
Illustrationsvorschlag: Eine dreistufige Pyramide mit den Bezeichnungen Premium – Mittelklasse – Preiswert, mit Beispielkanälen unter jeder Stufe.
2. Produktdefinition
Dokumentieren Sie klare Spezifikationen, bevor Sie Lieferanten kontaktieren:
Saugstärke & Saugmodi
Anforderungen an den Geräuschpegel
Batterietyp und Laufzeit
Tragbares vs. traditionelles Design
Materialien (medizinisches PP, lebensmittelechtes Silikon)
Erwartungen an Reinigung und Sterilisation
Illustrationsvorschlag: Explosionszeichnung einer tragbaren Milchpumpe mit beschrifteten Komponenten (Motor, Membran, Milchbecher, Silikonflansch, Batterie).
3. Auftragsvolumen und kommerzieller Umfang
Hersteller bewerten Käufer anhand von Realismus und Wachstumspotenzial.
Pilotbestellung: 300–1.000 Einheiten
Erste Markteinführung: 3.000–10.000 Einheiten
Langfristiger Umfang: über 30.000 Einheiten/Jahr
Seien Sie transparent – erfahrene Fabriken schätzen Ehrlichkeit mehr als übertriebene Prognosen.
4. Geschäftsmodell
Prüfen Sie, welches Kooperationsmodell Ihren Möglichkeiten entspricht:
ODM – Factory stellt bestehende Plattform + Anpassung bereit
OEM – Die Fabrik fertigt exakt nach Ihren Vorgaben.
Eigenmarke – Minimale Änderungen, schnellste Markteinführung
Illustrationsvorschlag: Einfache Vergleichstabelle (ODM vs. OEM vs. Private Label) mit Symbolen für Geschwindigkeit, Anpassung und Kosten.
Schritt 2: Wo finde ich qualifizierte Hersteller?
1. Online-B2B-Plattformen
Nutzen Sie Plattformen als Vorauswahlinstrumente, nicht als endgültige Entscheidungsträger:
Alibaba
Globale Quellen
Hergestellt in China
Empfohlene Vorgehensweise: Filtern Sie nach Hersteller und überprüfen Sie anschließend die Firmenregistrierung und Zertifizierungen.
Illustrationsvorschlag: Screenshot-ähnliches Mockup, das hervorhebt, wo man „Hersteller“, Zertifizierungen und Werksfotos überprüfen kann.
2. Fachmessen (Sehr empfehlenswert)
Fachmessen sind nach wie vor der effizienteste Weg, um mehrere Lieferanten schnell zu bewerten.
Wichtigste Ereignisse:
Kantoner Messe
CMEF (Medizintechnik)
CBME (Baby & Mutterschaft)
Hongkonger Messe für Babyprodukte
Illustrationsvorschlag: Illustration einer Messeszene, die eine Käuferin zeigt, die sich Milchpumpenmuster ansieht und sich mit Ingenieuren unterhält.
3. Beschaffungsagenten & Branchenempfehlungen
Professionelle Beschaffungspartner können das Risiko reduzieren, insbesondere für Erstkäufer.
Sie können Folgendes unterstützen:
Werksüberprüfung
Koordination der Probenprüfung
Qualitätskontrollen vor Ort
Schritt 3: Checkliste zur Lieferantenbewertung
1. Obligatorische Zertifizierungen
Für westliche Märkte ist die Einhaltung der Vorschriften unabdingbar:
ISO 13485 (Medizinprodukte)
ISO 9001
CE (EU)
FDA 510(k) (USA)
RoHS
Illustrationsvorschlag: Zertifizierungssymbole in Form einer Checkliste angeordnet.
2. Fertigungs- und F&E-Kapazitäten
Bewertung über Verkaufspräsentationen hinaus:
Internes Forschungs- und Entwicklungsteam
Besitz von Werkzeugen und Formen
Spritzgusskapazität
Montageautomatisierung
Qualitätskontrollstufen (IQC, IPQC, FQC)
Illustrationsvorschlag: Fabrikablaufdiagramm vom Rohmaterial über die Formgebung, Montage, Prüfung und Verpackung.
3. Stichprobenprüfung
Testen Sie die Beispiele so, wie es Endbenutzer tun würden:
Saugkonsistenz
Komfort bei längerer Nutzung
Geräuschpegel
Batterieleistung
Verpackungsschutz
Nutzen Sie nach Möglichkeit externe Labore.
Schritt 4: Werksaudit
Vor-Ort-Audits (oder Audits durch Dritte) reduzieren das langfristige Risiko erheblich.
Bewerten:
Produktionsdisziplin
Sauberkeit und Materialhandhabung
Mitarbeiterschulung
Lagerverwaltung
Illustrationsvorschlag: Illustration einer Fabrikprüfung im Checklistenstil mit Symbolen für Sauberkeit, Maschinen, Qualitätskontrolle und Lagerung.
Schritt 5: Vertrags- und Risikokontrolle
Wichtige Klauseln, denen westliche Käufer Priorität einräumen sollten:
Preisbedingungen (FOB / EXW)
Zahlungsstruktur
• Flexibilität bei der Mindestbestellmenge für die erste Bestellung
Eigentumsrechte an geistigem Eigentum und Formen
Qualitätsstandards (AQL)
Gewährleistungs- und Kundendienstverantwortung
Illustrationsvorschlag: Grafik eines Vertragsdokuments mit hervorgehobenen Klauseln.
Strategische Beratung für neue Käufer
Beginnen Sie mit mittelgroßen, spezialisierten Fabriken – diese sind oft flexibler.
Bei der Einhaltung von Vorschriften und der Sicherheit dürfen niemals Kompromisse eingegangen werden.
Halten Sie 2–3 Ersatzlieferanten bereit
Investieren Sie frühzeitig Zeit, um spätere kostspielige Rückrufaktionen zu vermeiden.
Abschluss
Ein zuverlässiger Hersteller von Milchpumpen ist nicht nur ein Lieferant – er ist ein langfristiger Partner, der sich direkt auf Ihren Markenruf und Ihr regulatorisches Risiko auswirkt.
Dieser Leitfaden soll westlichen Einkäufern dabei helfen, strukturierte, sichere und gesetzeskonforme Beschaffungsentscheidungen zu treffen.
Wenn Sie eine kuratierte Liste von CBME-Herstellern oder Unterstützung bei der Beschaffung wünschen, geben Sie bitte „Ja“ an.